Masterplan
Bereich Kienestraße bis Bolzstraße / Mitte Theodor-Heuss-Straße bis angrenzende Königstraße



Stuttgart - Mitte

2005







ERLÄUERTUNG:

Mit dem Baubeschluss zur Galerie der Stadt Stuttgart durch den Gemeinderat wurde am 21.02.2002 der Grundstein für die städtebauliche Neuordnung des Areals um den Kleinen Schlossplatz gelegt. Es entstand die einmalige Chance, diesen 7,5 ha großen zentralen Innenstadtbereich zusammenhängend zu überplanen, da in direktem räumlichen und zeitlichen Zusammenhang zur Galerie bedeutende Projekte realisiert wurden. Die Stadt Stuttgart hat sich dafür entschieden, diese wertvollen Freiflächen in einem Masterplan, geplant vom Architekturbüro Anton Ummenhofer, zu entwickeln.
Der Masterplan sieht ein neues Erscheinungsbild der öffentlichen Räume vor. War doch über Jahrzehnte der Bereich um den Kleinen Schlossplatz überwiegend als Verkehrsknotenbelastet, wird dieser jetzt als neuer, großzügig angelegter Fußgängerbereich genutzt. Die unbeliebten und mühsamen Fußgängerüber- und unterführungen wurden beseitigt und harmonisch in das natürliche Wegenetz integriert. Durchgängig einheitliche Gestaltungselemente und vor allem gehfreudige Bodenbeläge geben Raum für neue Nutzungen und neue Ideen, was zur vielfältigen Erlebbarkeit dieser wertvollen Freiflächen zwischen den anspruchsvollen Neubauten beiträgt.

Dabei ist die Einbindung des Kleinen Schlossplatzes von zentraler Bedeutung. Diese erhabene Fläche, unter der sich neben alten Verkehrsbauwerken auch neue, attraktive Museumsräume erschließen, wird als begehbarer Sockel mit hochwertigem Naturstein für Boden-, Treppen- und Wandbelag hervorgehoben. Auftakt der Bauvorhaben um den Kleinen Schlossplatz bildete das Projekt der Landesbank Baden-Württemberg "Neugestaltung Kanzleistraße mit Aufgang Kleiner Schlossplatz", das auf der Grundlage des mit dem 1. Preis prämierten Entwurfs "Wettbewerb-Kronprinzstraße-Mitte" vom Architekturbüro Anton Ummenhofer realisiert wurde. Mit dem Abbruch der Spannbetonbrücke, dem Rückbau der 4-spurigen Theodor-Heuss- Schleife und der Verlegung der TG-Abfahrt aus der Kronprinzstraße gelang es das räumliche Gefüge zwischen Königstraße und dem Haus der Wirtschaft neu zu ordnen, und den Bereich Kronprinz- / Calwerstraße an den Kleinen Schlossplatz anzubinden. Zur barrierefreien Erschließung des Kleinen Schlossplatzes wurde eine Rampe in die neue, großzügige und leicht begehbare Freitreppe integriert.

Durch diese baulichen Maßnahmen wurden die Gebäude BW-Bank und Wittwerbau angemessen
freigestellt und diese Seite des Kleinen Schlossplatzes städtebaulich aufgewertet.